Alte Trauerhalle, Melatenfriedhof

Köln Müngersdorf
Entwurf und Ausführung, laufend.

Im Auftrag der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln soll die alte Trauerhalle des Friedhofs Melaten saniert und umgebaut werden.

Die beiden Bestandsräume, welche wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine nachträglich eingezogene Trennwand geschaffen wurden, werden in diesem Zuge wieder zu einem großen Raum vereinigt.

Der Dachstuhl wird über diesem Raum, im Querschnitt des erhaltenen Südgiebels, neu errichtet und entsprechend dem historischen Vorbild über die Laube abgewalmt.

Um die Raumwirkung zu stärken bleibt die Unterseite des Dachstuhls unverkleidet. Durch die Öffnung des Nordportals im Bereich der Laube, welche zukünftig als Haupterschließung entlang der „Millionenmeile“ dienen wird, entsteht so ein axial erschlossener Raum, dessen Wirkung durch den offenen Dachstuhl gesteigert wird.
Der Verzicht auf horizontale Tragglieder (Kehlbalkenlage oder Zangen) im Bereich des Dachstuhls erlaubte damit auch, das Rundfenster im Südgiebel mit einbeschriebenem Vierpass in den Innenraum zu integrieren.