Energiesprong 2426

Köln
Entwurf und Ausführung, laufend.

Das Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1961 ist ein Energiesprong-Pilotprojekt, initiiert von der Deutschen Energieagentur und umgesetzt von der Wohnungsgenossenschaft am Vorgebirgspark.

Gemäß der Idee soll das Gebäude mit seinen 16 Wohneinheiten über vier Etagen im bewohnten Zustand saniert werden und letztendlich im Jahresmittel selbst so viel Energie produzieren, wie die Bewohner benötigen.
Erreicht wird hier der Effizienzhaus 40 EE Standard.

Entsprechend der Energiesprong-Idee wird eine neue Fassade als zweite Schale vor die bestehende Konstruktion gestellt, um den Wärmeschutz des Gebäudes deutlich zu verbessern. Diese wird in Elementen im Werk vorgefertigt - inkl. Dämmung, Fenstern und Türen sowie je einem integrierten, dezentralen Lüftungsgerät pro Wohnung.
Die Fassadenelemente sind in Holztafelbauweise hergestellt und mit Zellulosedämmung gefüllt. Die neue Bekleidung besteht aus Aluminiumrauten, die auf der Baustelle auf die Elemente angebracht werden.
Die neue Fassade wird somit weitestgehend aus ökologischen Baustoffen bestehen, rückbaubar und wiederverwertbar sein.

Bei der Oberflächenbekleidung soll die Mischung verschiedener Oberflächenarten, ohne offensichtliche Farbwechsel, die Gleichartigkeit der Aluminiumteile konterkarieren, die dem industriellen Herstellungsprozess geschuldet ist. Die neue Außenhaut soll damit ein gewisses Leben in der Beschaffenheit erhalten – ähnlich einem Klinkermauerwerk, wo nicht jeder Stein dem anderen gleicht.
Je nach Oberflächenbeschaffenheit werden die Rauten in unterschiedlichen Anteilen in einem Wilden Verband verlegt.  

Auch das Dach wird auf gleiche Weise mit vorgefertigten Dachelementen energetisch ertüchtigt und anschließend vollflächig mit PV-Modulen ausgestattet.

Das Gebäude soll gemäß der Energiesprong-Idee mittels technischer Anlagen im Jahr mindestens so viel Strom produzieren, wie für Heizenergie, Warmwasseraufbereitung und Haushaltsstrom benötigt wird – die hier eingesetzte PV-Anlage wird darüber hinaus sogar mehr Strom generieren.
Die weiteren technischen Komponenten sind eine Luft-Wärme-Pumpe, dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung (in den Fassadenelementen), Heizkörper mit Lüftern sowie effiziente elektrische Durchlauferhitzer.